ÖNZ Aktuell
Die Region der Großen Seen
DR KONGO
Das kleine Land am Tanganyika See kämpft mit sozio-ökonomischer Instabilität und starker politischer Repression. Seit der umstrittenen Wiederwahl des ehemaligen Präsidenten Pierre Nkurunziza 2015 ist die Lage angespannt und große Teile der jungen Bevölkerung, die 2015 für einen Wandel auf die Straße gegangen sind, sind still geworden. Mit der neuen Regierung unter Präsident Ndayishimiye waren Hoffnungen auf Verbesserung groß, allerdings stehen weiterhin Menschenrechtsverletzungen und politische Repression im Mittelpunkt internationaler Kritik. Versorgungsengpässe und damit einhergehende Nahrungsmittelunsicherheit sorgen für soziale Spannungen. Zusätzlich erschweren die Folgen des Klimawandels die Lebensbedingungen der Bevölkerung.
Burundi
Die Demokratische Republik Kongo ist trotz demokratischer Wahlen von einem politischem Machtvakuum im Osten, zahlreichen Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen geprägt. Besonders der Konflikt mit der M23-Miliz seit 2021 verschärft die humanitäre Krise in den östlichen Provinzen und führt zu massiven Vertreibungen. Die anhaltenden gewaltvollen Übergriffe belasteten die Zivilbevölkerung. Die hohe Unsicherheit und parallelstaatliche Strukturen hemmen die wirtschaftliche Entwicklung trotz des enormen Rohstoffreichtums erheblich.
Ruanda
Ruanda hat seit dem Völkermord 1994 bemerkenswerte wirtschaftliche Fortschritte erzielt, gilt als sicher, stabil und als regionaler Vorreiter, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Bildung. Trotz dieser Erfolge wird die Regierung unter Präsident Paul Kagame wegen systematischer Repressionen, Einschränkung politischer Freiheiten und Kontrolle der Medienlandschaft kritisiert. Zahlreiche Menschenrechtsverletzung und Verfolgung kritischer Stimmen über Landesgrenzen hinaus sind dokumentiert. Internationale Menschenrechtsorganisationen äußern immer wieder ihre Besorgnis über das daraus resultierende Klima der Angst und die Auswirkungen auf die Demokratieentwicklung im Land.